logoBüro  037606-877-0
Fax 037606-877-77
rezeption@hotel-lengenfelder-hof.de

 

Lengenfeld


Fränkische Siedler gründeten Lengenfeld zwischen 1150 - 1230 als ein Waldhufendorf. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1438 im Zusammenhang mit einer Zinszahlung an den Martinsaltar der Pfarrkirche zu Zwickau durch die Hoyersmühle, die heutige Klopfersmühle.

Kirche Lengenfeld

 Lengenfeld entwickelte sich vom bäuerlichen Ort zum Tuchmacherstädtchen. 1633 wurde zum Schreckensjahr für die Stadt; die Truppen des Generals Holk wüteten und 233 Einwohner, fast die Hälfte der Bevölkerung, starben an der Pest. Die mittelalterliche Burg Plohn wurde zerstört. 1714 erhielt Lengenfeld neben Reichenbach durch Kaiser Karl VI. das Privileg zum Tuchhandel in den österreichischen Landen (Originalurkunde im Heimatmuseum). Mit der Gründung der Weberinnung 1778 und der Entstehung der Baumwollwarenmanufaktur     ( Weberei) stieg die Einwohnerzahl zwischen 1779 und 1794 von 1150 auf 2016. Aus dem Tuchmachergewerbe entwickelten sich die Tuch-, die Filztuch- und die Weißwarenfabrikation. 1806/07 errichtete Gottlob Friedrich Thomas mit selbstgebauten Spinnmaschinen die erste Baumwoll - Maschinenspinnerei des Vogtlandes, 1836/37 wurde die erste Dampfmaschine in Lengenfeld aufgestellt. Die letzten Goldwaschversuche an der Göltzsch erfolgten 1841 (1730 gab es zwischen Hoyersmühle und Mühlwand sieben Goldwäschen oder -seifen). Prof. Constantin von Tischendorf, Entdecker des Codex Sinaiticus (eine der frühesten Bibelhandschriften), wird 1815 in Lengenfeld; Dr. Friedrich Dittes, bedeutender Pädagoge und Schulreformator, 1829 in Irfersgrün geboren. 1858 wurde die weithin bekannte Plohner Bierbrauerei gegründet (bis 1920). Der große Stadtbrand vom 10.5.1856 vernichtete den gesamten Stadtkern; mit dem Wiederaufbau erhielt die Stadt ihr heutiges Aussehen. Die Aegidiuskirche, im historisierenden Baustil entstanden nach Plänen des Semperschülers Prof. Christian Friedrich Arnold, wurde 1864 geweiht. Eisenbahnanschluss hat Lengenfeld seit 1865 (heute: Bahnhof Eich) und seit 1875 an der Bahnlinie Zwickau - Falkenstein; von 1905 bis 1957 verkehrte die Mylische Berta von Lengenfeld über Mylau nach Reichenbach. 1909 wurde das erste Lengenfelder Parkfest gefeiert, im üblichen Rhythmus von zwei Jahren veranstaltet, ist es heute eines der größten, der ältesten und traditionsreichsten Volksfeste im Vogtland überhaupt. 1935 wurde Grün (Erstnennung 1399) nach Lengenfeld eingemeindet. In Pechtelsgrün ist von 1934 bis 1968 Wolframitbergbau betrieben worden. Die Autobahnbrücke Weißensand (425 m lang, 35 m hoch) im Zuge der heutigen A 72 wurde 1937/38 errichtet. 1952 wird Wolfspfütz (Erstnennung 1412) nach Lengenfeld eingemeindet. Sportstadion 1955und Lehrschwimmbecken 1961 entstehen unter Mithilfe der Bürgerschaft.
Das 1955 gegründete Heimatmuseum ist seit 1974 in einem Färberhandwerkerhaus aus der Zeit um 1700 untergebracht. Mit der staatlichen Einheit Deutschlands 1990 und dem Einstieg in die soziale Marktwirtschaft bricht nicht nur die traditionelle Textilindustrie weg, auch alle anderen Lengenfelder Betriebe befinden sich im Umbruch. Auf der Grüner Höhe entsteht ein neues, 23 ha großes Industrie- und Gewerbegebiet.  Mit dem Umbau einer ehemaligen Industriebrache entsteht 1993 der Hotelkomplex" Lengenfelder Hof
" mit Geschäftszentrum. Eingemeindet werden 1993 Plohn mit Abhorn (Erstnennung 1279 bzw. 1453 / Kirche in Plohn, 1861 erbaut, mit spätgotischem Flügelaltar); 1994 Weißensand (Erstnennung 1271 / Heidenschanze = frühgeschichtliche Wallanlage aus der Zeit der deutschen Besiedlung), Irfersgrün (Erstnennung 1333 / Kirche 14. Jh.) und Pechtelsgrün (Erstnennung 1410).Mit dem Abschluss der Gemeindegebietsreform werden 1999 Waldkirchen (Erstnennung 1315/Kirche mit romanischem Eingangsportal und spätgotischem Flügelaltar) und Schönbrunn (Erstnennung 1460) nach Lengenfeld eingemeindet.

Auszug aus www.stadt-lengenfeld.de